DIY gegen Novemberblues: Quilter’s Grid

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Nun sind wir schon in der vierten Woche der Reihe „DIY gegen Novemberblues“, die Dorthe  schon im zweiten Jahr organisiert. Es sind schon so viele schöne Ideen vorgestellt worden, ich würde am liebsten jede einzelne nachmachen:

Di  01.11.2016 Anne    cutsewlove (cut_sew_love)
Mi  02.11.2016  Judith   Septembersquiltdelight  (septembers_delight)
Do  03.11.2016 Martina   Stufenzumgericht  (stufenzumgericht)
Fr  04.11.2016  Verena    zeit-fuer-patchwork.blogspot  (einfachbunt)
Mo  07.11.2016  Nico   sew-do-i (sew do i )
Di  08.11.2016 Tatiana    tillit.einfach so  (tillit.ta)
Mi  09.11.2016  Jule  chaosandqueen  (chaosandqueen)
Do  10.11.2016 Anni   handmadewithloveanni  (anni_handmade)
Fr  11.11.2016  Claudia  Malala  (ma.la.la)
Mo  14.11.2016  Julia  finefabric  (finefabric)
Di  15.11.2016 Gesine   allie-and-me-design.blogspot  (allie.and.me.design)
Mi  16.11.2016 Mareike  rundherumblog (rundherumblog)
Do  17.11.2016 Sandra  Libellein  (libellein)
Fr  18.11.2016  Kirstin  Augusthimmel  (augusthimmel)
Mo  21.11.2016  Andrea  Quiltmanufaktur  (quiltmanufaktur)
Di  22.11.2016 Sandra Hohenbrunnerquilterin (hohenbrunnerquilterin)

Heute ist nun die Reihe an mir. Ich möchte Euch zeigen, wie man mithilfe von Quilter’s Grid schöne gleichmäßige Patchworkmuster nähen kann.

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Quilter’s Grid (hier auf der Homepage von Freudenberg vorgestellt) ist ein Vlies, mit dessen Hilfe man Patchworkarbeiten, die auf Quadraten basieren, gleichmäßig und zügig nähen kann. In der offiziellen Beschreibung werden oft „Watercolor-Quilts“ als Verwendungszweck genannt, mich reizen mit dieser Technik eher die modernen Pixel-Quilts oder Mini-Arbeiten, wie Karen es immer wieder auf akkurate Weise zeigt – ohne Hilfsmittel bekomme ich das nicht hin.

Die Breite des Vlieses beträgt 44 inch (1,12 m) und entspricht in etwa in der Dicke einer H200. Auf einer Seite ist ein quadratischen Gittermuster mit einer Kantenlänge von ein Inch aufgedruckt.  Dei andere Seite ist beschichtet, so dass Stoff aufgebügelt werden kann.

Um Quilter’S Grid sinnvoll nutzen zu können braucht Ihr unbedingt ein Inchlineal.
Als Verarbeitungsbeispiel habe ich eine Kissenhülle damit genäht – los gehts:

Entscheidung, welche Kantenlänge Eure Stoff-Quadrate haben sollen

Ich habe mich hier für eine Kantenlänge von 2“ entschieden.
(Möglich ist aber auch jede andere Inch-Länge, ab 4 inch näht man vermutlich leichter ohne Quilter’s Grid.)

Für eine fertige Patchwork-Fläche von ca. 16,5“ x 16,5 “ (also passend für ein 40 cm x 40 cm Kissen) ist Quilters’s Grid in einer Größe von 22“ x 22“ nötig, das ist etwas mehr als ein halber Meter im Quadrat. Ihr braucht keine zusätzliche Nahtzugabe am Rand, am besten gleich entlang der Linien ausschneiden.

Quadrate schneiden und anordnen

Legt Euer Quilter’S Grid mit der beschichteten Seite nach oben auf eine weiße Fläche (bspw. ein Tonpapier), die bedruckte Seite ist unten. Die braunen Quadrate scheinen durch. Nun schneidet Ihr 121 Quadrate mit einer Kantenlänge von 2“ und drapiert diese mit der linken Seite nach unten auf dem Gittermuster. Möglich sind graphische Muster, Motive, was euch eben so einfällt.

Wichtig: Legt Euer Quilter’s Grid gleich auf eine ausreichend große Fläche. Es sollte nichts runterhängen und nachher solltet Ihr dort bügeln können.

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Es sollte die ganze Fläche mit den Quadraten belegt sein.

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Versucht, die Quadrate möglichst nicht überlappend anzuordnen, sondern schön innerhalb des vorgezeichneten Quadrates.

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Festbügeln

Nun zieht Ihr das Papier unter dem Vlies hervor und bügelt Eure Quadrate auf dem Vlies fest:
Bügeleiseneinstellung: ca. 2
Dauer: 10-12 Sekunden mit etwas Druck und ohne Dampf

Und gut aufpassen, dass Ihr mit dem Ärmel nichts runterwischt…

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Es sollten ALLE Quadrate festgebügelt sein, also auch die am Rand. Wenn man das Vlies anhebt, sollten die Quadrate alle am Vlies haften.

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Horizontale Nähte

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Nun knickt Ihr die erste Reihe der Qudrate entlang der braunen Linie um, also die Stoffquadrate liegen innen,  fixiert mit Stecknadeln und näht mit einer Nahtzugabe von 1/4“ die Kante ab:

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Die nächste Kante umknicken und abnähen, und immer so weiter. Von recht sieht das dann so aus:

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Wenn Ihr nicht gut genug gebügelt habt und die Quadrate verrutschen: auftrennen und wieder schön bügeln – es lohnt sich…

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Vor Euch liegt nun eine Fläche, die so oder ähnlich aussehen sollte:

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Vertikale Nähte

Jetzt werden die im rechten Winkel zu den bisherigen Nähten gelegene Linien abgenäht.

Zuvor jedoch müssen die Nahtzugaben an den Stellen eingeschnitten werden, wo schon genäht wurde:

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Macht mit einer bis in die Spitzen gut schneidenden Schere einen Schnitt bis kurz vor die Naht.

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Und zwar in jeder der abgenähten Reihe jeweils zwischen den Qudraten.

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Dann an der Linie knicken und abnähen. Die Nahtzugabe wird auf der Vorderseite in die eine Richtung, auf der Rückseite in die andere Richtung glegt – konsequent die ganze Reihe durch.

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Ich hoffe, Ihr versteht, was ich meine.

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Das Ganze ergibt dann bei konsequentem Falten der Nahtzugaben jeweils in eine Richtung eine schöne Fläche:

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Und jetzt gut bügeln, links und rechts, evtl. sogar mit Dampf

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Und sich so langsam dran freuen, wie schön gleichmäßig das aussieht:

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Am Rand sind die Nahtzugaben natürlich noch dran, aber wenn Ihr Euer Panel weiterverarbeitet und auch dieselbe Nahtzugabe verwendet, gibt das dann auch schöne Quadrate.

Ich hatte nicht mehr genügend Quilter’s Grid, daher musste ich meine Kissenvorderseite oben und unten noch mit einem Uni-Stoff anstücken.

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Durch das Vlies bekommt der Stoff eine schöne Haptik, gequiltet habe ich hier nicht, wäre aber auch möglich.

Dann eine Kissenhülle nähen, bspw. mit einem verdeckten Reißverschluss (Anleitung hier) und sich dran freuen!

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Und jetzt noch ein Schmankerl für die Mini-Pixel-Fraktion: Ich habe das ganze auch noch mit Quadraten mit einer Kantenlänge von 1“ ausprobiert., d.h. genäht bleibt ein Quadrat von 1/2“ übrig:

Schnipseln und auflegen

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Größere Flächen, die mit demselben Stoff bedeckt sein sollen, können auch als Streifen oder Flächen aufgelegt und aufgebügelt werden.

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Beim zweiten Mal habe ich so gut gebügelt, dass wirklich nicht runterfiel!

Abnähen:

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Einschneiden:

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Andere Richtung abnähen:

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Und bei dieser Größe rollte sich der Stoff ein wie ein Igel:

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Und gut bügeln:

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Nun suche ich noch eine schöne Verwendung für mein Herz. Da Weihnachten vor der Tür steht, wird mir schon was einfallen… .

Hier noch ein anderes Beispiel mit Quilter’s Grid, da habe ich die 2“ Quadrate einfach ohne Muster bunt gemischt und in einen Turnbeutel eingenäht (s.a. hier):

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Ich hoffe, Ihr habt, Lust bekommen, Quilter’s Grid auch einmal auszuprobieren. Meine größte Schwierigkeit im Vorfeld war, dieses Vlies überhaupt zu bekommen. Im Dänemark-Urlaub entdeckte ich einen süßen Laden, wo ich dann einen halben Meter erstand. Aus diesem habe ich alle hier vorgestellten Muster genäht. Mittlerweile gibt es Quilter’s Grid auch bei Dorthe online wie offline!

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Meine Jungs sind große StarWars- und Minecraft-Fans. Daher waren sie von dieser Pixelei ganz angetan, denn es gibt viele tolle Pixel-Muster in diesem Themengebiet. Ich habe euch auf einem Pinterest-Board einige Ideen dazu und auch andere gepinnt.

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Bald hat „DIY gegen Novemberblues“ ein Ende, aber noch kommen einige schöne Ideen! Danke liebe Dorthe für Deine Organisation und dass ich wieder dabei sein durfte. Morgen geht es mit Kristina weiter:

Do  24.11.2016 Kristina  Am liebsten Bunt  (amliebstenbunt)
Fr  25.11.2016  Michaela  MüllerinArt  (muellerin_art)
Mo  28.11.2016  Katharina  greenfietsen  (greenfietsen)
Di  29.11.2016  Janina  emmyloumakes  (emmylou.makes)
Mi  30.11.2016  Dorthe lalala-patchwork  (lalala_patchwork)

 

Liebe Grüße

Ines

 

Stoffe
Quilter’s Grid (bspw. hier bei Dorthe /Lalala)
Kissen: Reste einer Jelly Roll von Moda
Herz: Kaffee Fassett-Reste

 

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28 Gedanken zu „DIY gegen Novemberblues: Quilter’s Grid

  1. made with Blümchen

    Ah, super! Das Einschneiden vorm Nähen der zweiten Runde macht’s! Der Mini-Pixel-Fan hier (ich nämlich) schmilzt dahin beim orangen Kaffe Fassett Herz auf grau. Danke fürs Zeigen. Es wird wirklich Zeit, dass ich auch bei den anderen nachlese… lg, Gabi

    Antworten
    1. Nähzimmerplaudereien Beitragsautor

      Unbedingt nachlesen – so viel gute Ideen.
      Und die Mini-Pixelei hat schon was, wird aber nicht so hundertprozentig gleichmäßig wie bei 2“ – ist halt mini.
      Liebe Grüße
      Ines

      Antworten
    1. Nähzimmerplaudereien Beitragsautor

      Liebe Dorthe,
      Ich danke Dir für Deine Idee und die Organisation der Blogreihe – macht den November einfach bunter!
      Liebe Grüße
      Ines

      Antworten
  2. Sandra

    Tolles Tutorial! Ich habe noch Quilter’s Grid zu Hause… Mal sehen, ob ich da noch etwas schaffe. Mir geht es wie Dir: Es gibt soooo viele tolle Ideen bei diesem Blog Hop – am liebsten würde ich sie alle nachnähen. Wenn nur mehr Zeit wäre 🙂
    LG, Sandra

    Antworten
    1. Nähzimmerplaudereien Beitragsautor

      Dank Dir! Und vielleicht kommt ja jetzt Lust auf, das Quilter’s Grid zu verarbeiten – aber mein Antrag eine Verlängerung des Tages ist bis jetzt auch erfolglos…
      Liebe Grüße
      Ines

      Antworten
  3. made with Blümchen

    Ach, wie cool, jetzt hab ich noch auf Deine Pinterest-Wand geschaut. Suuuper Sachen! Ich steh total auf Pixel, das zieht sich bei mir wirklich durch. Wunderbar.

    Antworten
  4. Verena

    Super, dass dieses Vlies ein so schönes und modernes Tutorial bekommen hat!
    Ich kenne das tatsächlich aus der „watercolor-welle“.
    Aber zum Pixeln ist es natürlich genial.
    Danke! 🙂

    Antworten
    1. Nähzimmerplaudereien Beitragsautor

      Karen hat ja so schön vorgepixelt, und da wollte ich auch. Da kam das Quilter’s Grid gerade recht (als Watercolor-Quilt mag ich es auch nicht)
      LG Ines

      Antworten
  5. Mareike

    Liebe Ines,

    schön, was Du aus der Idee gemacht hast. Das Einschneiden der Nähte ist eine gute Idee. Ich hatte immer nur die Nähte aufgeschnitten, so dass ich sie auseinander bügeln kann. So scheint es mir aber einfacher zu sein.
    Ich hatte übrigens meine Linien einfach mit dem Bleistift auf Bügelleinen gezeichnet. Falls man Quiltergrid nicht bekommt, geht das auch.
    Deine Projekte gefallen mir richtig gut, vor allem der Minipixel.

    LF Mareike

    Antworten
    1. Nähzimmerplaudereien Beitragsautor

      Liebe Mareike,
      auf die Idee, das selber aufzuzeichen bin ich nicht gekommen…
      Und wahrscheinlich geht das Einschneiden schneller als das Aufschneiden und Auseinanderbügeln.
      Ich denke ja die ganze Zeit noch an Deine Siebdruckmuster – das will ich unbedingt im neuen Jahr ausprobieren.
      Liebe Grüße
      Ines

      Antworten
  6. Julia

    Liebe Ines,
    Ich arbeite immer wieder mit Quilters Grid, habe aber bei Dir auch mal wieder etwas dazu gelernt! Bisher hatte ich die Nahtzugabe im Ganzen einfach gekürzt. So scheint es aber sauberer zu werden. Und Deine Kissen sind wirklich sehr schön geworden!!
    LG
    Julia

    Antworten
    1. Nähzimmerplaudereien Beitragsautor

      Danke liebe Julia,
      meine Idee ist das ja auch nicht – so schlägt es ja der Hersteller vor. Aber ich denke, es lohnt sich, immer wieder mal Techniken vorzustellen, Material aus der Versenkung zu holen und moderner zu interpretieren.
      Liebe Grüße
      Ines

      Antworten
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  8. Ina Mitschke

    Man lernt nie aus!
    Diese Technik und Quilters Grid kannte ich noch nicht, muss ich aber jetzt unbedingt ausprobieren!
    Ich ärgere mich immer, wenn die Nähte nicht hundertprozentig aufeinandertreffen, aber das kann hier ja nicht passieren.
    Und ich werde mich auch mal durch deine Ideenpins lesen, damit meine Nähliste noch länger wird… *hihi*

    Liebe Grüße
    Ina

    Antworten
    1. naehzimmerplaudereien

      Liebe Ina,
      ich kenne das Quilter’s Grid auch noch nicht so lange. Aber mich haben die Mini-Pixeleien von Karen (easypatchwork) so fasziniert, dass ich da nach Hilfsmitteln suchte. UNd das Quilter’s Grid bietet dazu noch so viel mehr Möglichkeiten.
      Liebe Grüße
      Ines

      Antworten
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