Stoffspielereien November 2020: Skandinavien

Herzlich willkommen zu den Stoffspielereien im November! Ich habe dafür das Thema “Skandinavien” vorgeschlagen und hoffe, wir bekommen heute ganz viele textile Ideen rund um die nordischen Länder Schweden und Norwegen, aber auch Dänemark, Finnland, Island und die Faröer. Nordeuropa ist so etwas wie eine “Sehnsuchtslandschaft” von mir und so schlug ich dieses Thema vor, in der Hoffnung, auch textil mehr über Skandinavien zu erfahren.

Mit dabei beim Skandinavien-Thema sind:

  • Tyche von Tychestouch, die “Hedebo” ausprobiert und nach einigen Probestücken eine wunderschöne Schleife stickt.
  • Martina von Machwerk findet eine Zeitschrift über schwedische Webkunst und lässt sich inspirieren, aus festen Bändern allerlei Behältnisse zu weben
  • Bimbambuki druckt im finnischen Stil mit Schablone
  • Silvia Franziska von PeterSilie & Co. näht von lappischen Trachten inspirierte Kissen
  • Stoffnotizen zeigt “Påsöm” – eine wunderbar farbenprächtige Stichtechnik aus Dalarna/Schweden
  • Annelies vom Handarbeitstagebuch stickt großflächige Blumen und näht eine zuckersüße Kappe daraus.
  • Siebensachen webt aus Stoffresten einen Flickenteppich
  • Gabi von Made with Blümchen probiert Hardanger aus und zeigt die entstandenen Lochmuster.
  • Gabi von Langer Faden patcht schnörkellose Weihnachtssterne auf Tischsets.
  • Christiane von Schnitt für Schnitt patcht Norwegersterne und näht wunderschöne Topflappen daraus
  • Julia vom Blog Hügelring stickt einen nordisch reduzierten Hirschkopf.
  • Elvira von Zwischendurch hat ihren Schwedenquilt anlässlich der Stoffspielereien vollendet.
  • Ute 123-Nadelei zaubert mit Schneeflocken aus Strickspitze den skandinavischen Winter herbei-

Warum und wieso ich die nordischen Länder so liebe, weiß ich nicht genau. Ich mag die Literatur, angefangen von den Bücher Astrid Lindgrens  über die theologisch-philosophischen Familiendramen aus Björndal von Trygve Gulbranssen bis zu den schwermütigem Krimis von Sjöwall/Wallöö, aber auch von Adler-Olsen, Henning Mankell, Jo Nesbo und anderen. Ich mag nordische Namen: so haben unsere vier Jungs alle einen zweiten Vornamen, der zwar nicht verwendet wird, aber der mir jeweils sehr am Herzen liegt. Irgendwann, wenn wieder Urlaub möglich ist und mein Mann und ich ohne Kinder verreisen können, möchte ich dort einfach Zeit verbringen.

Als es jetzt aber an die Stoffspielerei zum Thema “Skandinavien” ging, war ich etwas überfordert. Die letzten drei Wochen waren durch eine familiäre Situation ganz anders und so habe ich nur ein kleines Projekt ausprobieren können, das mich aber sehr ermutigt, es in ein größeres Projekt umzusetzen: das Stricken in Runden und das anschließende Aufschneiden des Schlauches, so dass eine Fläche bzw. eine Öffnung entsteht, das sogenannte “Steeken”.

Wenn man ein Einstrick-Muster in Runden strickt, werden im Normalfall nur rechte Maschen verwendet, was einfacher ist als die Rückrunde mit linken Maschen zu stricken und zudem auch schneller geht und das Gestrick gleichmäßiger wird – daher ist das Steeken eine enorme Arbeitserleichterung.

Kurz entschlossen kaufte ich mir drei Knäuel Wolle, ein dazu passenden Nadelspiel und eine Anleitung bei Ravelry für Stulpen. Stulpen werden ja normalerweise in Runden gestrickt, aber in der Anleitung hieß es, man könne das “Steeken” lernen, indem man die Stulpen aufschneidet und eine Knopfleiste anstrickt – also genau das, was ich ausprobieren wollte. Die Wolle ist nicht ganz ideal (65% Alpaka, 37 % Baumwolle), aber von Strumpfwolle mit ihrer Superwash-Ausrüstung  wurde abgeraten, da sich diese Wolle nicht so gut verfilzt. Für die typischen Norwegerpullis wird Shetland-Wolle verwendet

Meine Alpaka-Wolle ist dafür etwas sehr flauschig und die beiden hellen Farbtöne wiesen etwas zu wenig Kontrast auf – wie man am Zwischenstück hier gut sieht. .

Um einen “Steek” durchzuführen, werden am Rundenanfang extra Maschen gestrickt: durch die linken Maschen am Beginn und Ende der sogenannten Steekmaschen sieht man dies ganz gut.

Empfohlen wird, zuerst alle Fäden zu vernähen.

Danach wird mit einer Häkelnadel eine Reihe aufgehäkelt, entweder mit einer festen oder einer Kettmasche.

Auf der anderen Seite des Steekabschnittes wird diese Reihe ebenfalls aufgehäkelt.

Und dann kommt der kitzelige Teil: die Fäden der rechten Maschen werden mit einer Schere durchgeschnitten.

Bei den rundgestrickten Norwegerpullovern wird auch für den Armausschnitt ein Steek eingestrickt. Dann könnten die Ärmel direkt daran angestrickt werden.

Über die Haltbarkeit der durchgeschnittenen Kante kann ich noch nichts sagen, aber es sieht so aus, also ob es halten würde. Leider habe ich es zeitlich nicht geschafft, an die Kanten noch jeweils eine Leiste anzustricken, damit wieder eine Stulpe daraus wird. Mit dieser Leiste wird wohl auch die Häkelreihe überdeckt. Es gefällt mir aber sehr, wie mein Gestrick nun als Fläche mit lauter gleichmäßigen Maschen vor mir liegt. Hätte ich in Hin- und Rückreihen gestrickt, wäre es nie so schön gleichmäßig und auch nicht so schnell gegangen.

Vielleicht kennt Ihr diese eingestrickten zwei-/mehrfarbigen Muster auch unter dem Begriff “Fair-Isle”, der von der gleichnamigen Insel herstammt. Die schottische Insel “Fair Isle” ist als Insel der Vögel und Pullover bekannt. Die dortigen Pullover sind etwas schmaler geschnitten als die typischen Norwegerpullis, die eher als Jackenersatz getragen wurden und daher eher weiter sind. Norwegerpullis haben auch typischerweise eine  Rundpasse, die wohl an die Perlenpasse der Grönland-Inuit angelehnt ist. Von der Stricktechnik samt dem Steeken gibt es sonst keine Unterschiede.

Hier noch ein paar Links, wer weiterlesen will:

Eines meiner Lieblingsbücher meiner Jugend handelt von einem norwegischen Mädchen namens Anne, die sich mit dem Stricken von Norwegerpullovern Geld verdient. Auch wenn das Buch bereits in den 80er Jahren schon älter war, fällt es mir immer wieder ein, wenn ich Norwegerpullis sehe – und vielleicht schaffe ich es in den nächsten Jahren, nicht nur die zweite Stulpe zu stricken, sondern endlich auch einen “richtigen” Norwegerpulli” zu stricken und zu steeken.

Liebe Grüße

Ines

 

Die Stoffspielereien

Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfektsein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu.

Jeden letzten Sonntag im Monat sind die Stoffspielereien zu Gast bei einer anderen Bloggerin. Dabei kommen wir ohne Verlinkungstool aus: Schreib einfach einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag im jeweiligen Blogpost der Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein – ganz persönlich und individuell.

Bist du nächstes Mal auch dabei?

Die nächsten Termine:

31.01.2021: „Smocking“ bei Machwerk
28.02.2021: „Stoffschichten“ bei Stoffnotizen
28.03.2021: „Pop Art“ bei bimbambuki
25.04.2021: „Fransen“ bei made with Blümchen
30.05.2021: „Exotisch“ bei Petersilie & Co
27.06.2021: „Nähfüße“ bei Nähzimmerplaudereien
Sommerpause
26.09.2021: „Risse und Schlitze“ bei nahtlust
31.10.2021: „Punkte und Kreise“ bei Schnitt für Schnitt
28.11.2021: „Glitzer tröstet“ bei Tyche

39 Gedanken zu „Stoffspielereien November 2020: Skandinavien

  1. Griselda Machwerk

    Grüße von Nachteule zu Nachteule 🙂
    Ich habe gerade meinen Beitrag geschrieben und möchte mich herzlich für die wunderbare Inspiration bedanken. Da werden sicher sehr vielfältige Sachen zusammenkommen.
    Deine Umsetzung finde ich aber richtig typisch skandinavisch.
    Und untypisch Ines!
    Toll, dass du sogar strickst, das habe ich bisher bei dir nicht so häufig gesehen.
    Bleib dran, das ist so hübsch geworden! Und ein Norwegerpulli würde sicher sehr gut zu dir passen!

    Antworten
    1. naehzimmerplaudereien Beitragsautor

      Ich war zum Glück nicht so lange wach – bei WordPress kann man die Veröffentlichung zum Glück planen.
      Auf dem Blog zeige ich wenig gestricktes, obwohl ich eigentlich immer etwas stricke – sogar oft diese Einstrickmuster. Könnte ich wohl besser dran denken. Den letzten “Norwegerpulli” habe ich aufgezogen, das Vorderteil war zu schmal und weil ich hin und her gestrickt habe, war es leider auch nicht so gleichmäßig. Da wäre mir das Steeken gut gelegen gekommen.
      Liebe Grüße
      Ines

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    1. Ute.textilewerke

      Liebe Ines. Mit Spannung und Vorfreude habe ich das Thema heute erwartet. Für mich ist Skandinavien auch ein Sehnsuchtsort. Dein Blogpost hat mich sehr angesprochen. Beim Stricken halte ich mich bisher an einfache Socken. Aber die von dir beschriebene Technik klingt sehr verlockend. Damit werde ich mich im Sommer (vielleicht auf einer Reise nach Norwegen) 😉 auseinandersetzen. Vielen Dank für das Thema. Ich bin gespannt, was heute alles gezeigt wird und werde genüßlich alles lesen. Leider bin ich heute nicht dabei. Es hat einfach zeitlich nicht gepasst.
      Liebe Grüße Ute

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      1. naehzimmerplaudereien Beitragsautor

        Ja, manchmal will es einfach nicht passen. Ich freu’ mich, dass so viele schöne Idee mit Sticken, Patchen, Stricken, Weben zusammengekommen ist.
        Liebe Grüße
        Ines

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  2. Pingback: Stoffspielerei, inspiriert von Skandinavien: Påsöm – Stoffnotizen

    1. naehzimmerplaudereien Beitragsautor

      Ich habe mal geplant, ein Jahr in Dänemark zu studieren, habe es dann aber leider nicht umgesetzt. Daher beneide ich Dich schon um dieses Jahr in Schweden und rfeu mich aber gleichzeitig, dass Du ein so schönes Stickbeispiel zeigst!
      Liebe Grüße
      Ines

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  3. Kunzfrau

    Was bist du mutig. Steeken habe ich noch nie probiert. Liegt vielleicht auch daranb, dass ich nie zweifarbige Muster strick. Warum auch immer, ich mache das nicht gerne, obwohl ich es sehr schön finde.
    Bei dir aber hoffe ich, doch noch irgendwann die fertige Stulpe zu sehen!

    Einen schönen ersten Advent!
    Marion

    Antworten
    1. naehzimmerplaudereien Beitragsautor

      Ich habe daher auch ein “kleine” Projekt zum Ausprobieren genommen. Die Vorstellung, in ein großes Strickstück reinzuschneiden und nicht zu wissen, ob das funktioniert – nie!
      Zweifarbig stricke ich eigentlich gern, selbst bei Socken. Wäre doch einen Versuch wert!
      Liebe Grüße
      Ines

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    1. naehzimmerplaudereien Beitragsautor

      Ich habe mich das bisher auch nicht getraut, daher war ich so froh dass ich ein kleines Projekt zum Ausprobieren hatte. Ich hoffe, dass ich irgendwann doch nich einen Pulli bzw eine Jacke stricke.
      Liebe Grüße
      Ines

      Antworten
  4. Siebensachen

    Wieder etwas Neues gelernt. Diese Technik kannte ich nicht und spontan habe ich bei deinen Stulpen auch gedacht: Was für eine komische Idee, dafür einen Schlauch erst auseinanderzuschneiden. Aber das hast du ja dann erklärt. Und ja, ist für mich auch neu: eine strickende Ines.
    LG
    Siebensachen
    (Mein Beitrag ist jetzt auch da.)

    Antworten
    1. naehzimmerplaudereien Beitragsautor

      Das Stricken kommt im Blog echt zu kurz – dabei stricke ich eigentlich immer etwas. Ja, bei Stulpen macht es eigentlich keinen Sinn, diese zu steeken, aber das war ja auch als Übung gedacht. Hoffentlich motiviert mich das jetzt, eine Jacke so zu stricken.
      Liebe Grüße
      Ines

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  5. Pingback: Stoffspielereien: Hardanger Stickerei - made with Blümchen

  6. made with Blümchen

    So schön ist Dein Muster geworden! Ans Steeken habe ich mich bisher noch nicht gewagt – der kleine Geizhals in mir mag nicht die Wolle auseinanderschneiden, die ich ja ansonsten vielleicht wieder auftrennen könnte… Auch wenn ich die Vorteile eines gleichmäßigeren Gestricks und einer einfacheren Arbeitsweise in der Runde total einsehe! Vielleicht muss ich aber doch bald auch mal steeken… Ich habe da so ein Jackenprojekt, dessen Anleitung eigentlich ein Pullover ist. Ich habe heute Hardanger Stickerei ausprobiert: https://madewithbluemchen.at/hardanger-stickerei/
    Liebe Grüße, Gabi

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    1. naehzimmerplaudereien Beitragsautor

      Diese Wolle geht nicht zum Aufziehen. Die verwurstelt schon beim Stricken. Eine Wolle mit Superwash-Ausrüstung bzw glatte Wolle wird dafür nicht empfohlen, da die Maschen etwas verfilzen müssen.
      Momentan schwebt mir eine bunte Jacke mit Einstrickmuster vor – mal sehen.
      Liebe Grüße
      Ines

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  7. Gabi /langer-faden

    Deine Stulpen sehen wunderschön aus und warm. Einmal habe ich mich getraut, an einem Pullover die Armlöcher zu steeken. Aber ich habe immer Angst, daß sich das alles aufribbelt. Den Pulli habe ich nur sehr selten getragen.
    An Norwegermuster stricken habe ich beim Thema Skandinavien gar nicht gedacht, mein Beitrag sind Tischsets für die Adventszeit: https://langer-faden.de/16-stoffspielereien/59-stoffspielereien-november-2020-skandinavien
    LG Gabi

    Antworten
    1. naehzimmerplaudereien Beitragsautor

      Die Wolle ist zum mehrfarbigen Stricken nicht optimal, aber herrlich weich und leicht. Und ich binecht froh, dass es mit dem Steeken so gut geklappt hat.
      Liebe Grüße
      Ines

      Antworten
    1. naehzimmerplaudereien Beitragsautor

      Das schöne an den Stoffspielereien ist die Vielfalt – und ich bin begeistert, dass gestickt, gestrickt, gepatcht, gedruckt und gewoben wurde.
      Liebe Grüße
      Ines

      Antworten
  8. Elvira

    Liebe Ines, deine Stulpen sind fantatsisch! ich habe schon öfter mit dem faire isle Stricken geliebäugelt, mich aber noch nicht rangewagt. bei dir sieht es leicht aus. Norwegermuster habe ich schon gestrickt, also wäre es nur ein kleiner Schritt weiter.
    Ich habe deine Anregung zum Anlass genommen, endlich meinen Schwedenquilt anzugehen. meinen work.inprogress Bericht findet du hier: https://zwisch-en-durch.blogspot.com/2020/11/stoffspielereien-skandinavien.html.
    Danke dir für’s Sammeln heute und auf ein gesundes ‘Wiedersehen’ in 20121.
    Liebe Grüße, Elvira

    Antworten
  9. Schnitt für Schnitt

    Na sowas, dass du auch stricken kannst, und noch dazu so schön, wusste ich auch nicht. Deine Argumente leuchten ein, wenn man die Richtung nicht wechseln muss, ist das bestimmt angenehm und gleichmäßiger.
    Alles Gute und eine besinnliche Adventszeit! Liebe Grüße Christiane

    Antworten
    1. naehzimmerplaudereien Beitragsautor

      Irgendwie kommt das Stricken auf dem Blog zu kurz – ich hab die Stricksachen wohl immer nur auf Instagam gezeigt. im Rund wrd das Einstricken gleichmöiger und v.a man kommt um die linken Maschen drumrum, die sich mehrfarbig echt schlecht stricken lassen.
      Liebe Grüße
      Ines

      Antworten
  10. 123-Nadelei

    Dein Strickmuster mit den ausgewählten Wollfarben gefällt mir sehr gut. So ganz erschließt sich mir der Bedarf so einer Technik des Aufschneidens nicht denn man könnte das Muster sicher auch in der Rückreihe fortführen? Wird es für Knopfleisten verwendet?
    Die Technik erinnert mich an eine Begebenheit in meiner Kindheit als ich bei meiner Uroma zu Besuch war. Es gab kaum Spielzeug dort. Meine Oma spann für ein kleines Zusatzeinkommen Schafwolle. Sie lernte mir stricken. Mit 2 Strumpfstricknadeln und verfügbarer Wolle entstanden meine ersten Maschen in Hin- und Rückreihen. Um eine Fläche glatt rechts zu erhalten schnitt ich unbeaufsichtigt am Ende ab und begann vorne neu … ich habe richtig Ärger bekommen und schließlich auch linke Maschen dazu gelernt.
    LG Ute

    Antworten
    1. naehzimmerplaudereien Beitragsautor

      Sehr cleer, immer wieder von derselben Seite anzufangen und so auch nur rechte Maschen zu stricken.
      Wenn man in Runden strickt, strickt man mehrfarbig sehr viel schneller – linke Maschen dauern sehr viel länger – und es wird auch sehr viel gleichmäßiger. Daher wird in Norwegen und auf Fair Isle eben das Steeken verwendet. Gerade,, wenn man durchs Stricken Geld verdienen will, ist ja jede Verkürzung der Arbeitszeit und jede Arbeitserleichterung wichtig. Bei meinen Stulpen ist es kropfunnötig – aber ich habe es ja als Übungsprojekt verstanden.
      Liebe Grüße
      Ines

      Antworten
  11. Mond

    Die Stulpen sind so schön, und sie tragen sich sicher wunderbar und sind leicht und warm.
    Herzlichen Dank für das so offen gehaltene Stoffspielerei-Thema, liebe Ines, es hat Spaß gemacht, sich etwas zu überlegen. Und die Ergebnisse dieses Monats sind so vielfältig, das ist toll.

    Ich grüße dich aus der Ferne und wünsche dir eine gute Adventszeit!

    Antworten
    1. naehzimmerplaudereien Beitragsautor

      Die Wolle ist wirklich sehr fein und leicht. Ich hoffe, ich bekomme die Stulpen in den nächsten Wochen fertig.
      Dir in die Ferne einen lieben Adventsgruß!!
      Ines

      Antworten
  12. Frau Augenstern

    Oh Ines,
    was für eine kuschelige Idee du dir diesmal für die Stoffspielereien ausgesucht hast. Da beneide ich dich ja schon um das Talent so schöne Muster stricken zu können. Ein hübsches Muster und sehr hübsch anzusehen. Martina hat recht, ich würde dir auch einen Norwegerpulli zutrauen. Ich bin gespannt wie es weitergeht. Hast du schon Pläne dafür?
    Ich wünsche dir eine schöne erste Adventswoche und sende dir viele liebe Grüße aus dem frostigen Heidelberg.
    Annette

    Antworten
    1. naehzimmerplaudereien Beitragsautor

      Mal sehen, Lust hätte ich schon, aber mein Leben ist zur Zeit etwas in Unordnung. Allerdings würde ich für einen Pulli eine andere Wolle nehmen, diese hier verfilzt schon sehr, aber dafür ist sie sehr kuschelig!
      Liebe Grüße
      Ines

      Antworten
  13. Stoffnotizen

    Etwas spät, aber ganz in Ruhe habe ich mir den Bericht zu Deiner Stoffspielerei nun durchgelesen. Ich stricke nur noch ganz selten und als ich das letzte Mal gestrickt habe, kannte ich das Steeken noch gar nicht. Ich scheue mich auch ein bisschen vor dem Aufschneiden – vielleicht kann Du mal berichten wie Deine weiteren Erfahrungen mit dieser Technik sind. Das kleine Strickstück ist auf jeden Fall gut gelungen! Liebe Grüße!

    Antworten
    1. naehzimmerplaudereien Beitragsautor

      Ich habe bisher vom Steeken nur gehört und musste es daher einfach ausprobieren (und da lieber an einem kleinen Stück als an einem großen Stück, das dann in Jackenvorderteile zerschnitten wird). Wer es beherrscht, so liest man zumindest, hat damit eine gute Methode gefunden, die sich über viele Jahrzehnte bewährt hat. Ich hoffe, ich komme auch zu einer Jacke!
      Liebe Grüße
      Ines

      Antworten
  14. Tyche

    Liebe Ines,

    an’s Steeken habe ich mich auch noch nie herangetraut, aber jetzt, nach der genauen Erläuterung und – vor allen Dingen der Erklärung mit den Häkelmaschen – , kommt mir die Technik verständlicher vor.
    Bestimmt braucht man dafür Wolle, die leicht verfilzt.
    Ich habe Pullover gesehen, die jahrelang wirklich von Seeleuten und Fischern getragen wurden, und die waren sehr stark verfilzt, die standen fast von alleine!
    Vielen Dank für Dein Beispiel, das Thema und die Rolle der Gastgeberin.
    Liebe Grüße
    Tyche

    Antworten
    1. naehzimmerplaudereien Beitragsautor

      Ja, das vermutest Du richtig. Man soll eine Wolle nehmen, die eher verfilzt. Also keine Wolle mit Superwash-Ausrüstung oder mit Seide o.ä. So richtige Seemannspullis stelle ich mir toll vor. Von meinem Vater gibt es eine Jacke, die auch schon über 60 Jahre alst ist.
      Liebe Grüße
      Ines

      Antworten
  15. KAZE

    Dieses Auseinanderschneiden wollte ich schon immer mal probieren, kommt man doch in Runden auf ein viel besseres Maschenbild, gerade bei Musterungen. Für Strickjacken die ideale Lösung.Ich habe es gar nicht mit Skanddinavien in Verbindung gebracht, aber sit sicher so. ich hatte nur eine Idee, im nächsten Jahr klappt es mit der Teilnahme sicher wieder besser.
    vele Grüße, Karen

    Antworten
    1. naehzimmerplaudereien Beitragsautor

      Ich freue mich, wenn Du im nächsten Jahr wieder teilnehmen kannst – das Leben spielt manchmal anders und dann ist es so.
      Dir alles Gute, liebe Grüße
      Ines

      Antworten
  16. Pingback: Rückblick 2020 | Nähzimmerplaudereien

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