Stoffspielereien Juni 2020: Monogramme

Es ist wieder letzter Sonntag im Monat und damit finden wieder die Stoffspielereien statt. Heute sammelt Gabi Made with Blümchen alle Spielereien zum Thema “Monogramme”.

Beim Thema “Monogramme” sehe ich die Stapel von weißer Wäsche (Paradekissen, Oberleintücher, Kopfkissen, Bettwäsche an sich, Geschirrtücher,…) vor mir, die alle meine weiblichen Vorfahrinnen und angeheirateten weiblichen Verwandten für ihre Aussteuer mit in die Ehe brachten und die alle kunstvoll mit ihren Initialien bestickt waren und teilweise in meinen Schränken ruhen. Da ich gerne auch auf Flohmärkten und im Trödelhaus alte Wäsche kaufe, hier ein mir völlig fremdes Monogramm auf einem Leintuch.

Aus meinen früheren Kruschteleien in den Nähsachen meiner Mutter wusste ich, dass sie noch Kupferschablonen für Monogramme hat und bat sie darum. Prompt bekam ich eine Kaffeedose von Eduscho,

prallgefüllt mit allerlei Schätzen:

Neben kleiner Heftchen und Unmenen von Stickvorlagen fanden sich darin zwei Tütchen mit Kupferschablonen, Einmal von meiner väterlichen Seite:

A.K. // M.B. // R.G. // P.G. // R.K

die ich nicht wirklich genau zuordnen kann. Ein Teil stammt von einer Großtante, die Weißnäherin gelernt hatte, und die sowohl für ihren Mädchennamen wie auch für ihren angeheirateten Namen je eine Schablone besaß. Dazu kommt noch eine kleine Schablone mit einzelnen Buchstaben der ersten Hälfte des Alphabets.

Bei der mütterlichen Seite gibt es einmal die Schablonen für meine Großeltern. Ich mutmaße, dass die rechte Schablone meiner Oma (E.S., geb. 1918) älter als die des Opas ist, da sie jung geheiratet hat und zuvor ja alles mit Monogramm besticken musste. DIe Initialen meines Opas kaufte sie vermutlich dann in der Ehe und bestickte damit seine Taschentücher o.ä. .

Dazu kommen noch die Schablonen für meine Mutter und ihren Bruder – der zweite Bruder hat dieselben Initialien wie sein Vater (also keine extra Schablone nötig). Auf dem Bild linke (H.W. und G.W.)

H.W. // K.W. // G.W. // E.S.

Hier fand sich im Tütchen auch noch eine Kupferschablone für einen Festonrand. In der Tüte befand sich auch eine Pelikan-Wasserfarbe, so dass ich daraus schloss, dass damit die Konturen auf den Stoff übertragen wurden – der beiliegende Pinsel war auch blau.

Ich habe also auf ein Stück Leinen ein paar Monogramme aufgepinselt.

Zwei sind dann prompt verlaufen, obwohl ich meinte, nicht zu viel Wasser genommen zu haben. Ich entschied mich, das A.K. zu sticken, da diese Schrift die wohl älteste ist.

Und dann scheiterte ich. Nach diesen paar Stichen brannten meine Augen, mit denen ich eh beim Sticken fast nichts gesehen habe. Handsticken geht fast nicht mehr, da hilft auch keine Lupe.

Aber ich wollte wenigstens ausprobieren, ob sich die Farbe auswäscht. Also mit Vollwaschmittel bei 95 Grad gekocht:

Ein leichter Schimmer der Wassermalfarbe ist noch da. Ich kann mir aber vorstellen, dass bei besserem Übersticken und mehrmaligem Waschen nichts mehr zu sehen ist. Ideal finde ich allerdings ein modernes Hilfsmittel: den Aqua-Trickmarker

Das damit vorgezeichnete Monogramm ist gut sichtbar und wusch sich zu 100 Prozent raus.

Im geerbten Nähkästchen meiner Oma fand ich auch noch Wäschezeichen für ihren Mann bzw Söhne:

Mein Mann hat in seinem Fundus mit Monogramm bestickte Taschentücher, die meine Schwiegergroßmutter für ihren Mann und Sohn gestickt hatte.

Meine Schwiegermutter stickte etwas kunstvoller die beiden links und unten liegenden Taschentücher für meinen Mann und für sich selbst (mit Mädchennamen)

So ganz ohne ein eigenes Ergebnis wollte ich aber die Stoffspielereien nicht beenden und habe versucht, Lederpatches mit Initialen mit meinem Stickmodul zu besticken. Die Dateien habe ich mit der “Toolbox – Monogramming” erstellt.

Mit auf Vlies aufgeklebtem Leder, Ledernadel und deutlich reduzierter Geschwindigkeit wurden das männertaugliche Patches, die ich mir auf Laptophüllen, Beuteln, Kulturtaschen, etc. gut vorstellen kann. Entweder aufgenäht oder auch mit Nieten befestigt.

Die Patches habe ich für unseren Jüngsten erstellt – er hat für den digitalen Unterricht einen kleinen Laptop bekommen, für den ich noch eine Hülle nähen sollte (wenn die Hülle samt aufgenietetem Patch fertig ist, zeige ich sie auf dem Blog).

Und dann dachte ich, das ist doch eine nette Geschenkidee und stickte eines etwas bunter:

Nachdem das Stickmodul dann aufgebaut war, habe ich doch noch ein “weißes Monogramm” mit meinen Initialien gestickt – daraus werde ich ich mir wohl ein kleines Kissen für den Nacken nähen.

Die Stickereien mit dem Stickmodul der Nähmaschine sind nun nicht so richtige Spielereien, aber für meine Augen war es die Rettung! Als ich meine Mutter (*1941) fragte, wie denn die mir so vertrauten Monogramme auf ihre Aussteuerwäsche kamen, meinte sie: “Die Paradekissen und Oberleintücher hat man fortgegeben zum Sticken, nur dort, wo man es nicht so gesehen hat, habe ich mit Stielstichen selbst gestickt”.

Wer sich für gestickte Monogramme weiter interessiert, findet bei Instagram unter #monogramembroidery viele Ideen, besonders hat mich dieses Video begeistert, in dem plastisch gestickt wird.

Vielen Dank, liebe Gabi, für das Thema und das Sammeln der Beiträge – ich bin gespannt, welche vielfältigen Monogramm-Ideen auf ihrem Blog zusammenkommen.

Liebe Grüße

Ines

 

Die Stoffspielereien

Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfektsein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu.

Jeden letzten Sonntag im Monat sind die Stoffspielereien zu Gast bei einer anderen Bloggerin. Dabei kommen wir ohne Verlinkungstool aus: Schreib einfach einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag im jeweiligen Blogpost der Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein – ganz persönlich und individuell.

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Die nächsten Termine:
Sommerpause
27.09.2020: „Texturen aus der Natur“ bei Schnitt für Schnitt
25.10.2020: „Textile Behältnisse“ bei Feuerwerk by kaze
29.11.2020: (Thema noch offen) bei Nähzimmerplaudereien

39 Gedanken zu „Stoffspielereien Juni 2020: Monogramme

  1. Schnitt für Schnitt

    Ui, da hast du aber einen tollen Schatz an Schablonen und gestickten Monogrammen! Schön, das alles zu sehen. Die von deiner Oma (E.S.) gefällt mir besonders gut, sehr modern sieht die aus. Für Monogramme ist so ein Stickmodul schon eine feine Sache, das macht sich bestimmt gut auf der Tasche für deinen Sohn.
    Liebe Grüße Christiane

    Antworten
    1. Nähzimmerplaudereien Beitragsautor

      Ich war so froh, dass meine Mutter die Schachtel noch gefunden hat – leider hat ja mein Sticken nicht so recht geklappt – eben nur mit Unterstützung der Stickmaschine. Die alten Monogramm A.K. und E.S. gefallen mir auch am besten.
      Liebe Grüße
      Ines

      Antworten
  2. Frau Augenstern

    Liebe Ines,
    dein Beitrag zu dem Thema Monogramm ist sehr interessant. Meine Mutter hatte früher auch Paradekissen mit Monogramm und solche Taschentücher gab es auch bei meinem Vater und den Brüdern. Ich hatte mir vor zwei Jahren einmal diese Kupferschablonen gekauft, um selbst Monogramme zu sticken. Aber es geht mir wie dir, meine Augen sind für so feine Stickereien nicht mehr geeignet. Da ziehe ich das Maschinensticken auch vor *lach*. Deine Weißstickerei ist wunderschön geworden, das wird bestimmt ein sehr hübsches Nackenkissen und ich bin gespannt auf die Tasche für deinen Jüngsten.
    Ich wünsche dir einen schönen Sonntag und lass es dir gut gehen.
    Herzliche Grüße
    Annette

    Antworten
    1. Nähzimmerplaudereien Beitragsautor

      Ja, das Handsticken… Ich habe durch einen Kommentar von Hummelbrummel / Damaris eben gelernt, dass die schablonierten Vorzeichnungen mit der Maschine gestickt wurden – ist doch beruhigend!
      Liebe Grüße
      Ines

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  3. made with Blümchen

    Liebe Ines, wie Schön, dass Du Dein ererbten Schätze auspackst! Ich LIEBE solche Einblicke in Vergangenes. Ich finde sehr wohl, dass das Sticken der Lederpatches zu den Spielereien passt, schließlich hast Du die Schriftzüge entworfen und etwas Neues, Modernes draus gemacht. Das Video mit dem plastischen Plattstich finde ich auch schön! Die Dame orientiert sich an den Gewebefäden fürs Sticken, das macht Sinn. (Konnte ich bei meinem Stoff nicht machen, der war zu fein.) Und sie hat ein besser passendes, einfädiges Garn. Schön, dass du dabei bist, Danke für Deinen Beitrag! Liebe Grüße, Gabi

    Antworten
    1. Nähzimmerplaudereien Beitragsautor

      Mir fiel erst heute i Lauf des Tages auf, dass ich meine ganzen alten Kleidungsstücke und Wäschestücke nicht gezeigt habe – meine Schränke geben da noch etwas her. Den Hashtag finde ich genial, da gibt es ja so viel Ideen – aber ich werde wohl bei der Maschine bleiben.
      Liebe Grüße
      Ines

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  4. Pingback: Stoffspielereien im Juni: Monogramme - made with Blümchen

  5. Tyche

    Wunderschön, dieser Einblick in die Familiengeschichte !
    Mir gefällt die Idee mit den Lederpatches sehr gut, eine Verbindung von Tradktion und Moderne.
    Ich finde es auch ganz klasse, dass Du Sinn und Interesse für die alten Sachen hast und sie pflegst.
    Danme für diesen Einblick in die Wäscheschränke,
    Herzliche Grüße
    Tyche

    Antworten
    1. Nähzimmerplaudereien Beitragsautor

      Liebe Tyche,
      das war erst der Blick in meine diversen Nähkästchen, die Wäscheschränke habe ich noch ausgespart. Da muss ich mal nochmals fotografieren. Mal sehen, wie sich die Lederpatches noch weiterentwickeln. Viellicht entwerfe ich mir ein Monogramm, das ich dann ein- und aufnähen kann.
      Liebe Grüße
      Ines

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  6. Siebensachen

    Ich bin ebenfalls begeistert von dem Schatz in der Kaffeedose! Ein Stickmodul erreicht natürlich die Präzision, die man beim Sticken einfach braucht. Deine gewählten Motive gefallen mir jedenfalls sehr gut. Zeige dann bitte einmal die Patches an ihrem Zielort.
    LG
    Siebensachen

    Antworten
    1. Nähzimmerplaudereien Beitragsautor

      Ja, die Patches werden auf die Laptophülle kommen – im Nachhinein gefällt es den Söhnen dann doch meistens.
      Liebe Grüße
      Ines

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    1. Nähzimmerplaudereien Beitragsautor

      Ja, da will ich mal noch weiterprobieren; vielleicht komme ich so doch noch zu einem eigenen “Label”. Und über die alten Schätze freue ich mich auch.
      Liebe Grüße
      Ines

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  7. eSTe

    Hi Ines, was für ein schönes Thema. Von Kupferschablonen wusste ich bisher noch gar nix. Da hast du dir echt Arbeit gemacht das auszuprobieren. Es ist doch für uns heute unvorstellbar, dass damals ganze Aussteuersätze per Hand bestickt wurden. Gut, dass noch so viel davon erhalten blieb. Die Idee, Monogramme auf Leder zu sticken find ich super – so eine Personalisierung verschiedenere Projekte ist schon klasse!
    LG eSTe

    Antworten
    1. Nähzimmerplaudereien Beitragsautor

      Meine Großmütter haben wohl wirklich noch von Hand gestickt, Der pragmatische Ansatz meiner Mutter, die Stickereien “zum Sticken fort zu geben” finde ich auch gut. Bei mir hat es zur Aussteuer “nur noch” zu Besteck gereicht und zu keiner Wäsche.
      Liebe Grüße
      Ines

      Antworten
  8. Annelies Englram

    Liebe Ines,
    das ist ein richtiges Schatzkästchen! Und bei Dir in den richtigen Händen. Ich bin neidisch.
    Reißt das Leder nicht trotz des Vlieses bei so vielen Stichen aus?
    Liebe Grüße
    Annelies

    Antworten
    1. Nähzimmerplaudereien Beitragsautor

      Die Sorge mit dem Ausreißen hatte ich auch, Gegen das Licht gehalten sieht man aber nur wenige Löcher und bislang wirken sie sehr stabil. In Kunstleder, denke ich, wird es wohl eher ausreißen.
      Liebe Grüße
      Ines

      Antworten
  9. marys.kitchen

    Wow, die Ledermonogramme sind ja der hammer! Sehr coool und ja, irgendwie auch passend männlich (obwohl ich sie sofort auch selbst nehmen würde, aber du hast es ja wunderbar als männlichtauglich bezeichnet!) – bin schon sehr gespannt auf die fertigen Objekte.
    Ich liebäugel auch das ganze mit der Nähmaschine in probieren, da mir die Geduld für das feine Sticken leider fehlt.

    Danke fürs Zeigen deiner tollen Schätze,
    liebe Grüße in den “Norden”
    Maria

    Antworten
    1. Nähzimmerplaudereien Beitragsautor

      Ich hatte die zu nähende Hülle im Kopf – und die muss bei einem 13-jährigen eben schon “männlich” sein. Daher habe ich schon die Farben entsprechend ausgewählt. Ich werde für mich mal ein farbenfroheres ausprobieren.
      Liebe Grüße
      Ines

      Antworten
  10. Ute.textilewerke

    Liebe Ines, welche Schätze hast du da aufgetan. Nicht nur die Schablonen, auch die Geschichten dazu. Die Idee mit den Lederpatches finde ich toll. Die machen sich bestimmt gut als Accessoires.
    Danke für das Video. Am meisten beeindruckt hat mich der Nagelschmuck. (Scherz)
    Liebe Grüße
    Ute

    Antworten
    1. Nähzimmerplaudereien Beitragsautor

      Über die Nägel musste ich ja auch schmunzeln (ich habe nie lackierte Nägel).
      Mal sehen, wohin mich die Patches bzw, die MOnogramm noch führen. Ich hätte ja gerne eine kleine Stofflabel zum ein- bzw. aufnähen.
      Liebe Grüße
      Ines

      Antworten
  11. Hummelbrummel

    Danke für Deinen tollen Beitrag.
    So Kupferschablonen aus Familienbesitz habe ich auch noch in einer Schachtel. …
    Vor zwei Wochen war ich bei einer Führung in der Schaustickerei in Plauen, da waren die auch zu besichtigen und zwar im Zusammenhang mit sog. “Adler-Stickmaschinen”. Das sind handgeführte Stickmaschinen (für “Freihandsticken”), wo man die Nadel per Kniehebel zum “Zickzack” auslenken kann. Mit diesen wurden diese Monogramme von den Schablonen gestickt, so wurde es dort erklärt.
    Als es noch nicht in jedem Haushalt eine eigene Waschmaschine gab, war es halt wirklich wichtig, dass die Wäsche gekennzeichnet war, damit man aus dem Waschhaus wieder die richtige mit nach Hause brachte.
    Eigentlich habe ich in den letzten Wochen ja auch ein paar Monogramme gestickt (mit der computergestuerten Sticki) , aber die müssen bis zu einem Geburtstag demnächst noch in der Schublade bleiben und so wurde es heute nichts mit meinem Beitrag.
    Dafür freue ich mich an den Euren.
    LG Damaris

    Antworten
    1. Nähzimmerplaudereien Beitragsautor

      Unbedingt dann die Monogramm zeigen – vielleicht bekomme ich da noch eine Anregung.
      Danke für den Hinweis auf die Museumsführung i Plauen (da muss ich unbedingt hin) – da macht der Satz meiner Mutter mit dem Fortgeben zum Sticken Sinn. Sicher hatte da eine Näherin eine solche Maschine, Zuhause wurde dann vorgezeichnet und die Näherin hat das dann nachgestickt. Was bekommen wir heute nur für Geschichten und Wissenssammlung zusammen!
      Liebe Grüße
      Ines

      Antworten
  12. frau nahtlust

    Ach liebe Ines, das sind aber tolle SChätze! Ich muss kommendes Wochenende direkt auch mal meine Mutter fragen, wie das damals gehandhbt wurde, und ob es solche Schätze noch bei uns gibt und ob sie wirklich alles selbstgestickt hat 🙂 Wie schön auch deine Lederpatches geworden sind! Großartig! Da ich mit meinen Eltern und Geschwistern nächstes WE einiges aufzuholen habe, wird es dieses Mal mit einem Wiedersehen nichts – aber vielleicht dann beim nächsten Mal. Das wäre schön! Dann schwelgen wir wieder gemeinsam und tauschen uns zu Mädchennamen, Leinenwäsche und Monogrammen aus 🙂 LG. Susanne

    Antworten
    1. Nähzimmerplaudereien Beitragsautor

      Liebe Susanne,
      genieß den ersten richtigen Besuch seit langem – und das Monogramm-Thema fand ich einfach interessant. Gan z vergessen habe ich, wie ich eimal aus einem alten Leintuch meiner mir unbekannten Großmutter ein Engelsgewand fürs Krippenspiel nähte. Da musste ich die ganze Zeit an die mir unbekannte, da sehr jung verstorbene, Großmutter denken. Ohne Monogramm hätte ich nicht mal gewusst, dass es von ihr ist.
      Irgendwann im Sommer klappts,
      liebe Grüße
      Ines

      Antworten
  13. KAZE

    schön zu lesen. Wir Textilafinen ticken alle auf einer Ebene, auch hier ein ähnliches Sammelsurium an Schablonen , Wäsche, Monogrammbändern und Farbe etc. Schon Optisch sind die Kupfeschablonen ein Hit, ich liebe sie und manchmal bekommt man sie auch noch unberührt.
    als Schulmädechn habe ich ein Monogramm füpr einen uralte Tante gestickt, die meinte – Mädchen , das ist ja Augengift! Das könnte ich jetzt nicht mehr und kann gut verstehen, wie es dir ging.
    Viele Grüße, Karen

    Antworten
    1. Nähzimmerplaudereien Beitragsautor

      Genau,, das dachte ich auch – das hätte ich 30 Jahre früher sticken sollen (obwohl meine Augen da auch schon nicht gut waren). Na ja, ich habe ja ein modernes Hilfsmittel gefunden.
      Liebe Grüße
      Ines

      Antworten
  14. 123-Nadelei

    Da hast Du ja geradezu einen Stammbaumschatz am Monogrammschablonen. Dein Stickversuch zeigt, dass solche Stickereien nicht zu unterschätzen sind. Freuen wir uns an den Überlieferungen und machen unser Ding mit unseren Möglichkeiten. Die Lederpatches sind sehr schön, besonders der blaugrün auf schwarz. So was kann vielseitig Sachen zeitgemäß personalisieren. An einer Hose am Bund hinten vielleicht …

    Antworten
    1. Nähzimmerplaudereien Beitragsautor

      Ja,ich war erstaunt, wieviel die Kaffeedose hergab. (momentan ist mein Schwiegervater noch auf der Suche,ob er auch noch etwas findet, denn meine Schwiegermutter konnte sehr schön sticken). Und mit den Patches überlege ich schon den ganzen Tag, was sich damit alles anstellen lässt.
      Liebe Grüße
      Ines

      Antworten
  15. Stoffnotizen

    Die Schablonensammlung ist sehr schön und lockt regelrecht ausprobiert zu werden. Ich habe vor Jahren einmal ein kleines, schabloniertes Monogramm gestickt, ich glaube ich habe letztendlich Nähgarn genommen um durch feines Garn die Kanten gleichmäßiger zu bekommen aber letztendlich war ich nicht so zufrieden. Die kleinen Buchstaben sind schon eine Herausforderung für Hand und Auge. Deine Variante auf Leder mit der Maschinen zu sticken finde ich recht cool und passend für die Taschen die Du so zauberst. Liebe Grüße!

    Antworten
    1. Nähzimmerplaudereien Beitragsautor

      Die Schablonen haben mich schon als Kind fasziniert – und war traurig, dass es mit meinem Monogramm keine gab. Heute sind es für mich kleine Schätze, aber danach sticken wird wohl nix mehr. Daher freue ich mich, dass ich ein Stick-Hilfsmittel habe,
      Liebe Grüße
      Ines

      Antworten
  16. Gabi

    Was für ein Schatz an alten Schablonen und bestickten Taschtüchern, da steckt die viel Familiengeschichte drin. Meine Familie ist im 2.Weltkrieg geflüchtet, da gibt es keine alten Erbstücke. Selber so feine Stickereien anzufertigen ist mir zu aufwendig und vermutlich würde ich es auch nicht mehr sehen.
    Die Lederstücke sind schön und lassen sich sicher vielfältig einsetzen. Die Stickmodule der modernen Nähmaschinen sind schon eine feine Sache.
    LG Gabi

    Antworten
    1. Nähzimmerplaudereien Beitragsautor

      Ich bin sehr dankbar, dass ich so manche alten Stücke in meinen Schränken habe – und daher teile ich sie auch gerne bei den Stoffspielereien mit anderen. Und die Sticki ist echt was feines.
      Liebe Grüße
      Ines

      Antworten
  17. Mond

    Schön, so viel über alte Bräuche, Techniken und Hilfsmittel zu lesen. Ich lerne bei jeder Stoffspielerei etwas dazu!
    Deine Lederpatches finde ich großartig, sie sehen phantastisch aus und werden aus jedem Werk ein Designstück machen!

    Antworten
    1. Nähzimmerplaudereien Beitragsautor

      Ich freue mich, dass es bei den Stoffspielereien auch um “alte” Techniken geht. Und ich bin sehr dankbar, dass meine Schränke so einiges bergen.
      Liebe Grüße
      Ines

      Antworten
  18. nina. aka wippsteerts.

    Ich muss jetzt noch Mal schreiben, am Wochenende ging das aus Gründen nur am Handy. Ich hab hier doch so viel dazu gelernt! Auch dann noch in den Kommentaren. Von meiner Mutter weiß ich, dass viel etwas bessere Haushalte, wenn sie es sich irgendwie leisten könnten, den Großteil der weissen Wäsche zum Besticken abgegeben haben. Statussymbole wurden manchmal noch selbst bestickt. Und natürlich musste jedes Mädchen die Grundlagen (mindestens) lernen. So alte Wäschestifte für die Schablonen (wahre Schätze hast Du) gibt es bestimmt kaum noch, zerbröselt?
    Ach, ich finde dieses Beschäftigen mit alten Techniken immer so spannend
    Die Lederpatches für Selbstgenähtes zu verwenden, finde ich super, schließlich ist Leder (lange) mitwaschbar. Ich liebte die Teile an meinen Jeans früher.
    Schöne Woche und liebe Grüße
    Nina

    Antworten
    1. Nähzimmerplaudereien Beitragsautor

      Wenn auch spät, so kommt doch noch eine Antwort, liebe Nina!
      Ich fand es diess Mal spannend, meine Mutter zu fragen, wie denn die Monogramm, die ich von ihrer Bettwäsche kannte, überhaupt da drauf kamen. Und dieses “das hat man zu Sticken weggegeben, nur die nicht so sichtbaren Monogramme habe ich mit Stilstichen selber gestickt” war mir neu. Irgendwie dachte ich immer, sie habe das selbst gestickt. Denn eigentlich hat sie nicht so gern gestickt, sie liebte eher das “schnelle Nähen”. Aber auf ein paar Taschentücher und Geschirrtücher (für die Studentenbude!) hat sie mir doch mit meinem Monogramm bestickt.
      Jetzt muss ich nur noch die Taschen nähen, damit die Patches ihre Bestimmung finden….
      Lieb Grüße
      Ines

      Antworten
  19. Ulrike

    Liebe Ines,
    ich habe erst heute deinen Beitrag zur Monogrammstickerei gesehen und mit Begeisterung gelesen. Ja, diese Stickkunst geht leider verloren. In meiner Kindheit wohnte eine alte Dame in unserer Nachbarschaft, zu der solche Stickarbeiten gebracht wurden. Sie konnte die Monogramme so wunderschön gleichmäßig sticken. Ich habe ihr manchmal dabei zugesehen und so weiß ich, wie es ging.Vielleicht ist es noch von Interesse und ich schreibe es mal auf. Die Pelikan-Tuschfarbe wurde mit einem gerade geschnittenen Stupfpinsel und wenig Wasser durch die Kupferschablone aufgestupft. Dann wurde das Monogramm so, wie du es gezeigt hast, mit Stickgarn an den äußeren und inneren Rändern mit groben Stichen „eingerahmt“ und dann ebenfalls mit groben Stichen in Längsrichtung ausgefüllt, mehrfach hin und her, damit das fertige Monogramm dann auch erhaben daherkam. Und dann erst kam die Feinarbeit, d.h. In Plattstich wurde das Monogramm überstickt. Dafür gab es besonderes Garn in verschiedenen Stärken, je nach Größe des zu stickenden Monogrammes. Ich höre die alte Dame noch sagen: „Du musst offenes Garn nehmen, sonst legt es sich nicht. Und dann musst du üben 😀.“ ( Als Garn käme heutzutage wohl das Vierfachstickgarn in Frage) ich habe nicht geübt und heute sind auch meine Augen zu schlecht, aber die Erinnerungen sind durch deinen Beitrag wieder geweckt. Danke dafür!

    Antworten
    1. Nähzimmerplaudereien Beitragsautor

      Vielen Dank für Dein Mitnehmen zur alten Dame in der Nachbarschaft! Gerade auch wegen solcher Erinnerungen liebe ich das Nähen und den Austausch darüber. Ich habe das mit der Pelikan-Wasserfarbe auch so probiert und war bei manchen Versuchen leider etwas großzügig mit dem Wasser, so dass es verlaufen ist. Ich war dann irritiert, dass es sich nicht zu 100 % ausgewachen hat. Aber wenn es so wirklich gut und dicht überstickt wurde, wie es die alte Dame machte, war das ja egal. Zu sehen war es dann nicht und mit der Zeit haben die Kochwäsche und das Bleichmittel wohl das ihre getan. Und so ein gefächertes Garn ist sicher besser als meine 2 dünne Fäden.
      Ich hab’ mich sehr über deinen Kommentar gefreut!
      Liebe Grüße
      Ines

      Antworten

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