Heute gibt es hier einen Heimwerker-Exkurs:
Mein Mann und ich haben eine Designwand für meine Patchworkarbeiten gebaut!

Aufgabe meiner Designwand sollte sein, dass ich Patchworkblöcke im Normalfall ohne Nadel einfach mit der Hand auf die Wand “streichen” kann und so das Layout bzw. das Design des Quilttops in einer großen Übersicht arrangieren, ändern und schließlich festlegen kann. Dass ich so eine Wand brauche, hat mein Mann sofort verstanden! Dazu kam, dass wir unser Haus in diesem Sommer frisch streichen ließen und so manche Wände plötzlich wieder weiß und bilderlos waren (die Kinder wollten ihre Kindergartengemälde doch tatsächlich nicht wieder aufhängen…).

So ergab sich, dass zwischen zwei Zimmern in unmittelbarer Nähe meines Nähzimmers ein Wandstück einfach nur weiß war und eine relativ große Wand (im Endmaß ca. 2,05 m hoch, 1,80 m breit) Platz hatte.

Als Befestigung an der Wand wählte mein Mann eine abgeschrägte Leiste….

… zu der eine andere abgeschrägte Leiste passt. so dass die Designwand an diese Leiste hingehängt werden kann. Auf dem nächsten Bild seht Ihr die zweite Leiste zur “Anprobe” – diese  zweite Leiste wurde dann später hinten an die Designwand geschraubt.

Untergrund der Designwand waren drei große günstige Pressspanplatten aus dem Baumarkt. Hier ist die mittlere Platte an der oberen Leiste sowie an der unteren Leiste befestigt. Die untere Leiste ist nur an den Platten befestigt und sorgt dafür, dass die Designwand ruhig hängt und nicht im unteren Bereich an die Flurwand schlägt.

Da wir einen sehr großen Flur haben, konnten wir da unsere Designwand liegend aufbauen: Auf die beiden Leisten wurden die drei Platten geschraubt, die zusätzlich noch mit Nut und Feder verbunden sind.

Da manche Patchworkblöcke groß sind und auch schwere Teile eines Quilttops an der Designwand befestigt werden sollten, gab es als nächstes eine dünne Korkschicht, damit auch eine Stecknadel gesteckt werden kann.

Dazu haben wir Korkleber aufgetragen und den 2 mm dünnen Kork in zwei parallelen Bahnen aufgeklebt.

Nach dem Trocknen legten wir die Designwand auf Molton. Ich habe dazu im Stoffgeschäft 2,10 m eines 3 m breiten Deko- bzw. Bühnenmoltons gekauft und diesen mit Vollwaschmittel gewaschen. Im Trockner habe ich ihn angetrocknet und dann liegend über dem Wäscheständer getrocknet, was ihn flauschig und faltenfrei werden ließ, Was war ich froh, dass ich beim Kauf etwas großzügig war, denn das Molton lief ordentlich ein!

Die Ränder wurden eingeschlagen und mit einem Schlagtacker auf dem Holz befestigt.

Nun musste die Designwand nur noch an die Flurwand gehängt werden.

Zwar ist mein Blick auf die Wand nicht direkt von vorne, zumindest beim Fotografieren nicht, da der Flur an der Stelle eine normale Breite hat. Aber dieses kleine Manko stört mich überhaupt nicht, da ich die große Fläche zum Arrangieren einfach nur klasse finde!

Jetzt habe ich noch einen schmalen Streifen Molton und Kork übrig und mein Mann hat zwei quadratische Holzplatten zugeschnitten – ich kann also noch zwei kleine Designbretter machen, die ich am Nähtisch habe, um die einzelnen Stoffstücke für einen Patchworkblock hinzulegen, ohne dass sie verrutschen!

Mit der Haftfähigkeit meines Moltons bin ich sehr zufrieden – einmal ordentlich “hingestrichen” bleibt der Stoff dran hängen und durch den Kork kann ich Blöcke mit Papier hinten auch gut mit Stecknadeln befestigen.

Liebe Grüße

Ines

 

Material
Baumarkt und örtlicher Stoffladen

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