Stoff selbst beschichten und zu einem Geldbeutel vernähen

Ich vernähe Wachstuch eher selten. Warum weiß ich selbst nicht so genau. Aber vermutlich mag ich dieses klebrige Gefühl beim Anfassen nicht, das die billigen Wachstuchstoffe oft so an sich haben. Die hochwertigen Wachsstoffe fühlen sich zwar besser an, aber irgendwie werde ich bisher nicht so richtig warm damit.

Trotzdem war ich neugierig, als vor ca. einem Jahr ein Mittel (“OdiCoat”) bekannt wurde, mit dem man normalen Baumwollstoff beschichten kann, das sie einem Wachstuch ähnlich macht. Irgendwo in einem Online-Shop bestellte ich mir mit einer anderen Materialbestellung eine Dose davon hinzu.

Letzte Woche inspirierte mich dann Mareike Rundherumblog,als sie ihr selbst hergestelltes Wachstuch zeigte. Mir fiel ein, dass ich nie einen Blogbeitrag zu dieser Stoffbeschichtung geschrieben habe: der daraus entstandene Geldbeutel ist nun schon ein dreiviertel Jahr in Gebrauch!

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Stoffspielereien Januar 2019: Ich war einmal…

… eine Sammelsurium-Tüte alter weißer Wäsche aus der Kleider-Sammelzentrale.

Textile Werke sammelt heute die Stoffspielereien zum Thema  “Ich war einmal…” – und ich war anfangs damit total überfordert. Ich bin keine große Freundin von Upcycling und war daher lange einfallslos, was ich zu diesem Thema ausprobiere.

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Nadelbrief “Folklore”

Der Nadelbrief Nummer 4 innerhalb der Aktion ” das große nahtlust Nadelbrief-Jahr  (what else…?) steht unter dem Thema “Folklore” – da habe ich ein ganz komisches Verhältnis dazu. Schon als es bei den Stoffspielereien vor Jahren Thema war, tat ich mir damit schwer (in diesem Beitrag könnt Ihr auch einiges zu den schwäbischen, evangelischen Trachten nachlesen). Hier, am Rande der Schwäbischen Alb, ist alles traditionelle eher nüchtern und karg. Die Gegend hier ist reich an Steinen (man denke an meinen vorletzten Nadelbrief),  nicht so fruchtbar und im Winter kalt. Der Protestantismus, der hier calvinistisch vom “schaffen” geprägt ist, legt den Augenmerk nicht auf das Äußere. Und davon bin ich auch sehr geprägt, daher kann ich bei diesem Thema auch nicht “bunt”. Weiterlesen

Nadelbrief “blau-schwarz-weiß”

Blau – Schwarz – Weiß

Der Nadelbrief der dritten Woche hat diese drei Farben zum Thema. Ich mag ja die von Susanne vorgeschlagenen Themen sehr, weil sie jede Woche vom uns ein neues Denken und Überlegen erfordern. Und nun schon in der dritten Woche konnte ich mir jeweils ein paar Stündchen nehmen, um etwas auszuprobieren. Für mich liegt der Reiz der Nadelbriefe, eine Technik auf einem kleinen Stück auszuprobieren oder auch am Innenleben zu feilen. Und da Stoff und Faden meine Lieblingsmaterialien sind, werde ich mich vermutlich darauf beschränken und mich darin ausprobieren. Daher geht es bei meinen Nadelbriefen weniger künsterlisch, sondern eher handwerklich zu. Weiterlesen

Raglanelse

Eigentlich standen ja warme Pullover auf dem Näh-Plan. Da ich mich aber noch nicht zum Strickstoff durchringen konnte – da muss ich mir noch überlegen, wie ich den Halsausschnitt gut hinbekomme – habe ich am vergangenen Wochenende zuerst  dringend benötigte Shirts genäht.

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Schiebermütze

Mein Mann kommt beim Nähen immer zu kurz und dabei unterstützt er mich in so vielen Näh-Dingen: begleitet mich ins Nähmaschinengeschäft (und tendiert immer zur teurerer Maschine), baut mir aus Holz viel Zubehör zum Nähen wie die Garnrollenhalter, Patchworkschablonen, einen Clapper oder erst jetzt eine Schachtel für meine Rundstricknadeln. Daher habe ich ihm an Tag vor Heiligabend eine Schiebermütze genäht.

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Nadelbrief “Steine”

Steine und ich – das ist ein ganz schwieriges Thema. Steine tauchen in meinem Leben viel zu oft auf und sind meist mit viel Arbeit verbunden. Wir wohnen ja am Fuße der Schwäbischen Alb und es gibt hier furchtbar viele Kalksteine auf den Feldern und Fluren, die beseitigt werden müssen, sollen nicht Maschinen kaputt gehen.

Daher wollte und konnte ich das Thema “Steine”, das in dieser Woche im “großen nahtlust Nadelbrief-Jahr”  dran ist, nicht konkret auf einem Nadelbrief umsetzen. Ich entschied mich für eine abstrakte Variante, in der Steine als markante “Steine” in einem kleinen Patchworkblock auftauchen.

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Schweizer BOM – die letzten Blöcke

Übers Wochenende habe ich die zwei noch fehlenden Blöcke des letztjährigen “Block of the Month” der Vereinigung Schweizer Quilter genäht. Krankheitsbedingt hinkte ich mit den November- und Dezember-Blöcken hinterher.

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Nadelbrief “Schnee”

Heute gab es hier Schnee: zuerst kleine leicht Flocken und dann ging es richtig los. Mittlerweile dürften wir ein paar Zentimeter beieinander haben – hoffentlich schmilzt nicht alles gleich wieder weg und wir können die weiße Landschaft so richtig genießen. Wie toll passt da das erste Thema des “nahtlust-Nadelbrief-Jahr“: Schnee

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Ausblick 2019

2019 – Was wirst Du bringen?

Neben allen Fragen – was wird passieren, auf uns zukommen, uns verändern und hoffentlich voranbringen? Was wird das Jahr Unangenehmes, Trauriges und Ungewolltes bringen? Was wird beruflich passieren, was im Familien- und Freundeskreis, was im Nähbereich – freue ich mich auf das neue Jahr:
Der erste Sohn wird mit der Schule fertig werden, Führerscheine werden vermutlich abgelegt, wir wollen gemeinsam in den Urlaub fahren und schon in den ersten Tagen des neuen Jahres werde ich liebgewonnene Bloggerinnen treffen.

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Rückblick 2018

Zwischen den Jahren nehme ich mir gern Zeit, um auf das Jahr zurückzublicken. Und zum Glück sammelt Nina Vervliest und zugenäht wieder die “The Sewing Oscars” wie schon in den beiden vergangenen Jahren (2016 und 2017 habe ich mich schon daran orientiert), das macht den Rückblick auf das eigene Nähjahr leichter.

Also los geht es mit meiner Vergabe der Oscars:

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Weihnachten

Weihnachten steht unmittelbar bevor – dieses Jahr nicht so aufregend wie sonst. Die Kinder werden größer und sind nicht mehr so hippelig. Manche Nachrichten der letzten Wochen stimmten uns nachdenklich und lassen uns gleichzeitig bewusster leben und dankbar sein.

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Elsenschwester02 (Werbung)


Letzte Woche hatte ich anderthalb Tage zum Nähen – oh, war das ein Genuß! Nur ich, die Nähmaschine, ein neuer Schnitt und ein wunderschöner Stoff. Von Monika schneidernmeistern hatte ich ihr neues Schnittmuster “Elsenschwester02” bekommen und von Zuleeg einen wunderbaren Stoff aus 60 % Merino und 40% Viskose. Aufgrund meines Auges konnte ich nicht rechtzeitig zur Veröffentlichung des neues Schnittmusters nähen, also kam es auf ein paar weitere Tage auch nicht an. Daher gönnte ich mir ein richtiges “Slow Sewing”.

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Adventsfreuden

Fast ist die Adventszeit vorbei: noch wenige Tage und wir zünden die vierte Kerze an –  und dann schon ist Weihnachten. Und was gehört zum Advent auch dazu? Ein Adventskalender! Nachdem wir letztes Jahr beim Quilters Advents Calendar mitgemacht habe, kamen Gabi Made with Blümchen und ich nun auf die Idee, uns dieses Jahr gegenseitig einen Adventskalender zu gestalten.  Weiterlesen

“Passt perfekt” (Werbung)

Mein Körper hat sich in den letzten Jahren verändert. Trug ich jahrelang eine klassische Größe 38 bei der klassischen Größe von 1,68 m, haben sich die Proportionen durch den Lauf des Lebens ein wenig geändert und verschoben. Bis zur ersten Schwangerschaft konnte ich blind ein Schnittmuster in Größe 38 “runternähen” ohne es vorher auch nur anzuprobieren. Jetzt, fast 2 Jahrzehnte später, habe ich kräftige Oberarme, breite Schultern, keine Taille und schmale Hüften – da passt kein Standard-Schnittmuster, da jedes Körperteil eine eigene Konfektionsgröße benötigt. 

Da ich schon seit ich Teenager bin, einen Teil meiner Garderobe selbst nähe, bedeuten diese Veränderungen, dass ich auch die Schnittmuster entsprechend verändern sollte – was ich bisher kaum gemacht habe.  Eigentlich bestanden meine Veränderungen nur darin, dass ich die Taille bei den meisten Schnittmustern “begradigt”  und für Oberteile gerne eine größere Größe genommen habe. Gerne hätte ich eigene Schnittmuster für meine Proportionen entwickelt – ich habe auch tatsächlich schon Video-Kurse zur Hosenkonstruktion gekauft. Doch ich fand das alles so mühselig. Ich nähe gern. Punkt – und nichts weiter.  

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